Pickenpack

Kein Investor gefunden

Pickenpack Lüneburg

Gestern, am 31.3.2016, wurde die Belegschaft über das wahrscheinliche Aus zum 30.6.2016 bei Pickenpack informiert. Momentan herrschen Enttäuschung und Bestürzung darüber, dass es nun offensichtlich zur Schließung des Standorts kommen wird. Obwohl die Situation seit langem mehr als schwierig war, gab es doch Hoffnung und Grund zum Optimismus, dass sich ein neuer Investor finden würde, um so die Zukunft der ca. 400 Arbeitsplätze zu sichern.

Wir von der Gewerkschaft NGG und dem Betriebsrat haben in den letzten Jahren alles in unserer Macht stehende getan, um den Standort in Lüneburg zu sichern. Scheinbar nun ohne Erfolg. Aber wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass eine positive Zukunft in Lüneburg möglich wäre, mit einem neuen Investor und neuen Konzepten. Dass es dazu wohl nicht kommen wird, ist für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, aber auch für die Stadt, ein schwerer Schlag. Wir sind enttäuscht und wütend, dass nun wieder die Beschäftigten die Rechnung zahlen, für alles was in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Die Aufgabe aller Beteiligten wird es jetzt sein, alles zu tun, um den betroffenen Menschen zu helfen, die jetzt ihren Job verlieren, eine neue Zukunft zu finden. Die Verhandlungen darüber beginnen in der nächsten Woche.

 

Anbei die Pressemitteilung des Insovenzverwalters für weitere Hintergrund-Infos..

Pickenpack

Deutlich weniger Kündigungen als befürchtet!

170 weitere betriebsbedingte Kündigungen hatte die Geschäftsführung der Pickenpack Production Lüneburg GmbH im Juli diesen Jahres angekündigt. Seitdem verhandelten Betriebsrat, Geschäftsführung und Gewerkschaft NGG über einen Interessenausgleich und Sozialplan sowie über eine Tarifvereinbarung zur Arbeitsplatzsicherheit. Nun steht ein Ergebnis, über das die Beschäftigten des Unternehmens heute in einer Belegschaftsversammlung informiert wurden.
 
Wichtigster Punkt der Einigung: Der Wegfall von insgesamt 170 Arbeitsplätzen konnte um 80 Jobs reduziert werden, so dass es nur noch zu 90 betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Weiter wurde vereinbart, dass es bis Ende Juli 2017 keine weiteren betriebsbedingten Kündigungen aufgrund von Produktionsverlagerungen oder dem Einsatz von Fremdfirmen geben wird. Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten zwei Jahre lang auf eine Lohnerhöhung sowie auf Teile der Leistungsentlohnung und des Urlaubs– und Weihnachtsgeldes und der tariflichen Altersvorsorge.
 
Die von der Kündigung betroffenen Beschäftigten erhalten eine Abfindung in Höhe von 75% ihres tariflichen Monatseinkommens pro Beschäftigungsjahr und Einmalzahlungen für unterhaltsberechtigte Kinder und bei Schwerbehinderung. Weiter konnte sich der Betriebsrat mit seiner Forderung nach einer Transfergesellschaft durchsetzen.
 
Silke Kettner von der Gewerkschaft NGG: „Wir sind froh, dass die angekündigten 170 Kündigungen jetzt auf 90 reduziert werden konnten. Damit können 80 Beschäftigte mehr bei Pickenpack in Lohn und Brot bleiben.“
 
Trotzdem ist es bitter, so Kettner weiter, dass 90 Beschäftigte ihre Arbeit in dem Unternehmen verlieren werden. Um so wichtiger ist es deshalb, dass es diesmal gelungen ist, eine Transfergesellschaft einzurichten. Diese ist notwendig, damit die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Chance am Arbeitsmarkt bekommen, und zwar jenseits von Leiharbeit und anderen Billig-Jobs!
 
Hintergrund: Seit gut einem Jahr streiten Betriebsrat, Gewerkschaft NGG und Geschäftsführung um die Zukunft des Fischproduzenten Pickenpack in Lüneburg. Nach dem Anfang des Jahres schon einmal 54 Beschäftigte betriebsbedingt gekündigt wurden, hatte die Geschäftsführung im Juli angekündigt, noch einmal 170 Beschäftigte entlassen zu müssen. Das Unternehmen beschäftigte zur Zeit ca. 500 Mitarbeiter.

Pickenpack

Betriebsrat und Geschäftsleitung einigen sich auf Sozialplan

Lüneburg, 12. Februar 2014

Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter bei Pickenpack haben sich am Montag den 10. Februar auf einen Sozialplan und Interessenausgleich bei Pickenpack verständigt. Demnach wird das Unternehmen bis zu 54 betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. Betroffene Mitarbeiter erhalten eine Abfindung in Höhe von 75% ihres tariflichen Monatsverdienstes pro Beschäftigungsjahr und zusätzliche Einmalzahlungen für unterhaltsberechtigte Kinder oder bei Schwerbehinderung.

Dieses Ergebnis war erst nach einem zehnstündigen Verhandlungsmarathon in der Einigungsstelle unter Vorsitz des Direktors des Braunschweiger Arbeitsgerichts Dr. Rainer Pieper zustande gekommen.

Silke Kettner von der zuständigen Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG): „Wenn man bedenkt, dass Pickenpack zunächst zur 30% eines Monatsverdienstes als Abfindung geboten hat, dann müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein.“

Allerdings kritisieren Betriebsrat und Gewerkschaft nach wie vor, dass es nicht zur Einrichtung einer Beschäftigungs– und Transfergesellschaft kommen wird. Silke Kettner: „Die meisten Beschäftigten, die jetzt ihre Kündigung erhalten werden, arbeiten in un– oder angelernten Jobs. Deshalb müssen wir jetzt versuchen, Qualifizierungschancen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit zu organisieren, damit diese Menschen jenseits der Leiharbeit eine vernünftige Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten.“

 

Pickenpack

Schock beim Fischproduzenten Pickenpack in Lüneburg: Über 50 Beschäftigte werden von der Arbeit freigestellt und nach Hause geschickt!

Nachfolgend unsere heutige Stellungnahme zur Situation bei Pickenpack:

Heute Morgen haben die ersten Beschäftigten beim Lüneburger Fischproduzenten Pickenpack die Nachricht erhalten, dass sie ab Montag unter Fortzahlung ihrer Bezüge von der Arbeit freigestellt werden. Die Begründung: Angeblich hätte man nach der angekündigten Stilllegung einer Produktionslinie keine Beschäftigungsmöglichkeiten für über 50 Personen. Der Betriebsrat wurde gestern über die Maßnahme unterrichtet. Wie viele Personen tatsächlich betroffen sind, ist dem Betriebsrat allerdings zur Zeit noch nicht bekannt.

Silke Kettner von der Gewerkschaft NGG: „Diese Wild-West-Methoden haben mit den Regeln der Menschenwürde nichts mehr zu tun! Da werden Menschen von einem Tag auf den anderen in Angst und Schrecken um ihren Arbeitsplatz versetzt und gleichzeitig werden beim Betriebsrat Zusatzschichten beantragt.“

Am Montag, den 3. Februar ist die erste Sitzung der Einigungsstelle über einen Interessenausgleich und Sozialplan. Erst hier wird über Auswahlkriterien für die anstehenden Kündigungen entschieden werden. Silke Kettner: „Es ist schon ein sehr schlechter Stil, wenn die Geschäftsleitung vor Beginn der Verhandlungen am Montag jetzt versucht, Fakten zu schaffen.“

Die NGG bietet für betroffene Gewerkschaftsmitgliedern am Montag, den 3. Februar eine Sprechstunde im Lüneburger-Gewerkschaftshaus in der Heiligengeiststr. 28. Beginn ist um 11 Uhr.

 

Pickenpack

NGG-Mitglieder fordern Tarifvertrag

Auf einer NGG-Mitgliederversammlung wurde über die Situation bei Pickenpack diskutiert. Die Teilnehmer beschlossen, einen Tarifvertrag über die anstehenden Umstrukturierungen zu fordern und haben hierfür eine Tarifkommission gewählt. In der nächsten Woche sollen konkrete Entscheidungen getroffen werden.

Pickenpack erklärt Scheitern der Sozialplanverhandlungen

Beschäftigte sollen für ´nen Appel und ´n Ei vom Hof gejagt werden!

Am Freitag hat die Geschäftsleitung die Verhandlungen über einen Sozialplan für gescheitert erklärt. Seitens des Unternehmens ist man offensichtlich nicht bereit, angemessene Entschädigungen für die Beschäftigten zu zahlen! Nun soll die Belegschaft über den Stand der Dinge informiert werden.

Pickenpack

"Es lohnt sich immer so was nicht einfach hinzunehmen!"

Die Kolleginnen und Kollegen auf dem NGG-Gewerkschaftstag haben sich heute solidarisch mit den Beschäftigten von Pickenpack erklärt! Hier ist der Text, der von allen Teilnehmenden unterzeichnet wurde.

Zuvor hatten sowohl Franz-Josef Möllenberg als auch Michaela Rosenberger (ehemaliger Vorsitzender und unsere neue Vorsitzende) den Beschäftigten bei Pickenpack ihre Unterstützung zugesagt!

Pickenpack

Wie geht es jetzt weiter?

Wie geht es jetzt weiter mit Pickenpack? Um diese Frage zu diskutieren, laden wir die Beschäftigten ein zum NGG-Treffen!

Bitte zahlreich erscheinen!

Pickenpack

„Pickenpack muss eine Zukunft in Lüneburg haben!“

Hat Pickenpack in Lüneburg noch eine Zukunft? Diese Frage stellen sich die gut 600 Beschäftigten des Unternehmens. Aber eine Antwort gab es auch auf der heutigen Betriebsversammlung nicht. Im August hatten Pacific Andes, der chinesische Gesellschafter von Pickenpack mit „The Seafood Traders (TST)“ ein neues hochmodernes Fischunternehmen in Riepe an der ostfriesischen Küste gekauft. Seitdem geht die Angst um, Pacific Andes könnte sich nun von der wesentlich älteren Fabrik in Lüneburg trennen. Seit Wochen verweist die Geschäftsleitung auf ein Zukunftskonzept, welches bis Ende November erarbeitet werden soll. Vorher könne man keine Auskunft darüber geben, wie es in Lüneburg weiter geht.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert von der Pickenpack Geschäftsführung und von Pacific Andes ein klares Bekenntnis zum Lüneburger Unternehmen und seinen gut 600 Beschäftigten. Hierfür gäbe es gute Gründe, die bei der Planung der Zukunft eine Rolle spielen müssen. Silke Kettner von der Lüneburger Gewerkschaft NGG: „Pickenpack in Lüneburg ist das deutlich erfolgreichere Unternehmen! Zwar hat auch Pickenpack unter dem Preiskrieg am Markt in den letzten Jahren gelitten, aber bei TST in Riepe wurden mit wesentlich geringeren Produktionsmengen deutlich mehr an Verlusten eingefahren!“

Viele Beschäftigte bei Pickenpack in Lüneburg arbeiten seit Jahrzehnten im Unternehmen. Silke Kettner weiter: „Da kommen insgesamt mehrere tausend Jahre an Betriebszughörigkeit und damit an Know-How und Erfahrung in der Fischverarbeitung zusammen. Das aufzugeben wäre betriebswirtschaftlicher Wahnsinn, erst recht dann, wenn man dieses Potential woanders erst mühsam wieder aufbauen müsste!“

Die Gewerkschaft NGG und der Betriebsrat fordern jetzt von der Geschäftsführung und Pacific Andes, dass notwendige Investitionen bei Pickenpack in Lüneburg vorgenommen werden. „Es ist sinnvoller, Geld in die Hand zu nehmen um eine funktionierende Fabrik wieder flott zu machen, als dieses Geld in teuren und unnötigen Personalabbau zu investieren!“

 

Zum Hintergrund:

Vor ca. zwei Jahren hat sich das damalige Management von Pickenpack verabschiedet und mit „The Seafood Traders (TST)“ im ostfriesischen Riepe eine neue Fischfabrik aufgebaut. Das, obwohl es zu diesem Zeitpunkt schon Überkapazitäten am Markt gab. Klar war: Dies würde zu einem gnadenlosen Preiskrieg führen, an dessen Ende mindestens ein Unternehmen auf der Strecke bleiben würde. Inzwischen hat sich der japanische Investor von TST aufgrund der hohen Verluste bereits wieder vom Unternehmen getrennt. Käufer: Die chinesische Pacific Andes—Gruppe, Anteilseignerin von Pickenpack.  Das ehemalige Management wurde wieder eingesetzt. Nun geht die Angst um, dass Pickenpack in Lüneburg geschlossen werden soll. Denn mit TST in Riepe hat Pacific Andes ein hochmoderne Fabrik dazu gewonnen und in Lüneburg wurde dringend notwendige Investitionen seit Jahren versäumt. Inzwischen ist die erste Produktion zu TST nach Riepe verlagert worden und 75 Kolleginnen und Kollegen bei Pickenpack sollen ihre Jobs verlieren!

 

Pickenpack

Tarifabschluss!

Gestern konnte in der ersten Tarifverhandlung bei Pickenpack ein Ergebnis erreicht werden:

  • 3,25% mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütungen ab 1. Oktober 2013
  • 2,7% mehr ab 1. September 2014
  • Laufzeit bis zum 31. Juli 2015

Pickenpack Tarifrunde 2013

1. Verhandlungstermin steht fest!

Thomas Max Müller/ pixelio.de

Am 8. und 9. August haben wir die Beschäftigten im Betrieb darüber informiert, dass das erste Tarifgespräch bei Pickenpack am 14. August 2013 stattfindet. Wir fordern eine angemessene Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen und sind gespannt, ob der Arbeitgeber uns ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet! Was dabei herausgekommen ist, werden wir euch natürlich umgehend mitteilen!

Pickenpack

Tarifrunde startet

Thomas Max Müller/ pixelio.de

Momentan bereiten wir die Tarifrunde für die Firma Pickenpack in Lüneburg vor! Deshalb hat am Dienstag, den 4. Juni 2013 die Tarifkommission getagt und unsere Forderung beschlossen! Wir wollen: Eine angemessene Entgelterhöhung!

Der Tarifvertrag ist zum 31. Juli 2013 gekündigt! Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest!

Pickenpack 2012

Tarifabschluss bereits nach der ersten Verhandlungsrunde!

Bereits nach der ersten Verhandlungsrunde konnten wir einen Tarifabschluss für unsere Kolleginnen und Kollegen bei Pickenpack erreichen:

Die Löhne, Gehälter uns Ausbildungsvergütungen steigen ab dem 1. Juni 2012 um 3,2%

Der Lohn in der Gruppe E ab 12 Monaten steigt zusätzlich um weitere 10 Cent!

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2013!

Pickenpack Lüneburg

Auf geht's in die neue Tarifrunde!

Die NGG-Mitgliederversammlung hat beschlossen, die Tarifverträge für Pickenpack zum 30. April 2012 zu kündigen. Für die anstehenden Tarifgespräche fordern wir:

 

5,5 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütungen

und eine stärkere Erhöhung für die unteren Einkommen.

 

Ein Termin für die 1. Verhandlung steht noch nicht fest.

Tarifrunde 2011

3% mehr Geld für Pickenpack - Beschäftigte

Hier geht es zum Tarifabschluss für die Beschäftigten von Pickenpack in Lüneburg!

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