Bekommst du, was du verdienst?

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Wir kontrollieren jeden Tag ´ne Menge Dinge: unsere Frisur, ob die Klamotten richtig sitzen, ob die Milch noch haltbar ist und und und... Aber was ist mit dem Einkommen? Oft verlassen sich viele darauf, dass es schon stimmen wird. Aber bekommst du auch tatsächlich, was du verdienst? Mit der neuen Minderstlohn-App kann man das ganz leicht nachprüfen... Auch wer über dem Mindestlohn verdient, kann auf diesem Weg seine Arbeitszeit super einfach dokumentieren und prüfen, ob alles bezahlt wird!

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100 Tage Mindestlohn

Beschäftigte sollen sich „Stechuhr aus Papier“ zulegen

Beschäftigte sollten sich ihre Arbeitszeiten notieren!

Die „Stechuhr aus Papier“ ist ein Muss: Wer zum gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde arbeitet, soll seine Arbeitszeiten aufschreiben. Diesen Rat gibt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Jede Überstunde muss notiert werden. Nur so gehen Beschäftigte auf Nummer sicher, dass sie den Stundenlohn von 8,50 Euro auch tatsächlich bezahlt bekommen“, sagt Silke Kettner. Die Geschäftsführerin der NGG Lüneburg warnt vor „der Versuchung der Arbeitgeber, den gesetzlichen Mindestlohn durch die Hintertür zu umgehen – durch unbezahlte Mehrarbeit, die nicht notiert werde“.

 

Ein simples Stunden-Heftchen, in dem Beschäftigte jeden Tag ihre geleisteten Arbeitszeiten aufschreiben, reiche völlig aus. „Mit so einer ‚Stechuhr aus Papier‘ kann man dem Chef jede Stunde schwarz auf weiß glaubwürdig nachweisen“, sagt Kettner. Auch Mini-Jobber sollten dies tun. Bei ihnen sei der Arbeitgeber zwar zur Dokumentation der Arbeitszeit verpflichtet. „Eine ‚Parallel-Kontrolle‘ schadet allerdings auch nicht“, so die NGG Lüneburg.

 

Das Jammern über die Dokumentationspflicht im Arbeitgeberlager sei „zwar ausgesprochen laut, aber völlig grundlos“. Im Gastgewerbe sei das Dokumentieren von Arbeitszeiten längst gängige Praxis – schon deshalb, um Überstunden oder Nachtzuschläge ordentlich zu erfassen. Die NGG-Geschäftsführerin fordert die heimischen Bundestagsabgeordneten deshalb auf, jetzt „keine Arbeitgeber-Reparaturen am Mindestlohngesetz vorzunehmen“. Ein „Mindestlohn light“, der etwa durch eine fehlende Dokumentation der Arbeitszeiten bei Mini-Jobbern nicht kontrolliert werden könne, werde „zum Flopp“.

 

Sämtliche Pläne, das Mindestlohngesetz aufzuweichen, lehnt die NGG Lüneburg strikt ab. Der Mindestlohn sei auf einem guten Weg. Es komme nun darauf an, ihn mit seinen positiven Effekten sozial und wirtschaftlich wirken zu lassen. „Das zusätzlich verdiente Geld fließt jetzt nahezu eins zu eins in den Konsum. Es sorgt damit für mehr Kaufkraft und dadurch für eine Stärkung der Wirtschaft“, so Kettner. Um zu garantieren, dass auch tatsächlich der Mindestlohn gezahlt werde, sei es eben auch notwendig, die Arbeitsstunden festzuhalten. Um eine korrekte Entlohnung zu sichern, müssten die Arbeitszeiten dokumentiert werden. Silke Kettner: „Arbeitgeber, die dazu nicht bereit sind, müssen sich die Frage gefallen lassen, wie sie denn eine korrekte Lohnabrechnung hinbekommen wollen?“

 

Stunden-Heftchen kann man bei uns im Lüneburger NGG-Büro bekommen!

Mindestlohn und Arbeitszeit

Kein bürokratisches Monster!

Überstunden

Doku Arbeitszeit

Die CDU/CSU hält es für zu aufwendig und zu bürokratisch, dass Arbeitgeber von geringfügig Beschäftigten nun durch das neue Mindestlohngesetz verpflichtet sind, die Arbeitszeiten zu erfassen. Hier geht's zu unserer Pressemitteilung:

Der Mindestlohn ist da!

Das ändert sich für dich!

8,50 Euro mindestens für alle!

Der Mindestlohn kommt zum 1. Januar 2015! Jetzt heißt es, die Regelungen auch durchzusetzen.

Was Beschäftigte jetzt wissen müssen findet ihr hier!

Kurze Frage - Kurze Antwort

Mindestlohn A-Z

Hier gibt es Antworten auf viele Fragen rund um den Mindestlohn!

Mindestlohn - das steht mir zu!

Arbeitszeiten aufschreiben!

Überstunden

Ab dem 1. Januar muss jede geleitete Arbeitsstunde mit mindestens 8,50 Euro bezahlt werden. Der Monatslohn hängt also insofern auch von den tatsächlich gearbeiteten Stunden ab. Deshalb ist es wichitg, die Arbeitszeit aufzuschreiben und jede Stunde zu dokumentieren. Wie man das am besten macht, dazu findet ihr hier mehr!

Studie: 104.480 Menschen arbeiten in der NGG Region Lüneburg für einen Niedriglohn

8,50 Euro Mindestlohn: In der NGG Region Lüneburg würde Kaufkraft um 219 Mio. Euro steigen

Wer wenig verdient, ist auf Sonderangebote, Rabatte und Billigprodukte angewiesen. Menschen, die für einen Niedriglohn arbeiten, können sich vieles von dem, was zu regulären Preisen in den Supermarktregalen liegt, nicht leisten. Sie müssen den Cent zweimal umdrehen. Die Gewerkschaften ver.di und NGG fordern daher einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.

Im Job alles geben – und trotzdem wenig dafür bekommen: Im Regionsgebiet der NGG Lüneburg (Lüneburg, Uelzen, Heidekreis, Verden, Rotenburg, Harburg und Lüchow-Dannenberg) arbeiten rund 104.480 Menschen für einen Niedriglohn. Sie verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Das ist das Ergebnis einer Studie vom Pestel-Institut in Hannover. Die Wissenschaftler haben darüber hinaus untersucht, welche positiven Effekte ein gesetzlicher Mindestlohn für die heimische Wirtschaft hätte: „Die Kaufkraft in dieser Region würde um 219 Millionen Euro pro Jahr steigen. Vorausgesetzt, jeder Beschäftigte verdient künftig mindestens 8,50 Euro pro Stunde“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Der Leiter der Mindestlohn-Studie erwartet, dass der Zuwachs an Kaufkraft nahezu eins zu eins in den Konsum gehen würde.

 

Für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind die Ergebnisse der Studie ein klares Argument für die sofortige Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro. Beide Gewerkschaften hatten die Untersuchung in Auftrag gegeben. „Wer den ganzen Tag arbeitet, muss mit dem, was er verdient, auch klarkommen können. Das klappt aber nicht, wenn Dumpinglöhne gezahlt werden. Und ein Dumpinglohn ist alles unter 8,50 Euro pro Stunde“, sagt der Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Lüneburger Heide, Matthias Hoffmann.

 

Niedriglöhner seien gezwungen, kürzer zu treten und Verzicht zu üben. „Sie können am Leben nicht richtig teilnehmen. Das fängt schon beim Bus- und Bahnticket an. Für Ausflüge und selbst für Verwandtenbesuche reicht das Geld oft nicht. Genauso wie fürs Kino oder Schwimmbad“, sagt Matthias Hoffmann. Ein Niedriglohn bedeute automatisch „eine Lebensqualität dritter Klasse“.

 

Das zeige sich ganz besonders beim Einkauf: „Wer von einem Niedriglohn lebt, für den sind die Käse- und die Frischfleischtheke im Supermarkt tabu. Bei Lebensmitteln kommen dann nur Sonderangebote und Billigprodukte in Frage. Am besten reduzierte Ware: Zweite-Wahl-Produkte oder Sachen kurz vor dem Ablaufdatum. Geringverdiener sind gezwungen, jeden Cent zweimal umzudrehen“, sagt die Geschäftsführerin der NGG-Region Lüneburg, Silke Kettner.

 

NGG und ver.di werfen Lohndumping-Arbeitgebern vor, sie würden sich ihre „Geiz-Löhne“ vom Steuerzahler subventionieren lassen. „Nämlich dann, wenn Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Teilzeit- oder Vollzeitjob haben, aber so wenig verdienen, dass der Staat mit Hartz IV drauflegen muss. Das ist dann quasi staatlich subventioniertes Lohndumping. Solche Arbeitgeber sind schlichtweg unanständig“, so Silke Kettner.

 

Heftige Kritik üben ver.di und NGG an der schwarz-gelben Bundesregierung: „CDU/CSU und FDP sind die ‚Mindestlohn-Bremsen’. Die Wahrheit ist, beide – Union und Liberale – wollen keinen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn. Vor der Bundestagswahl nicht. Und nach der Bundestagswahl erst recht nicht“, sagt ver.di-Bezirksgeschäftsführer Matthias Hoffmann. Das von Teilen der schwarz-gelben Koalition geforderte Modell, für unterschiedliche Regionen und unterschiedliche Branchen unterschiedliche Mindestlöhne einzuführen, sei eine „Farce und von vornherein zum Scheitern verurteilt“. Dies komme einem „Lohn-Flickenteppich“ gleich und sei „reine Augenwischerei“.

 

„Kein Mensch wird eine ‚Republik der 1000 Mindestlöhne’ je überblicken, geschweige denn kontrollieren können. Ganz abgesehen davon, dass viele Unternehmer nicht einmal bereit sein werden, sich mit den Gewerkschaften an einen regionalen Verhandlungstisch zu setzen“, so Silke Kettner von der NGG-Region Lüneburg. Damit sei klar, dass dies sogar zu einem „Mindestlohn-Flickenteppich mit vielen Löchern“ führen werde. NGG und ver.di appellieren an alle Beschäftigten, die im Kreis Lüneburg zu einem Niedriglohn arbeiten, diesen online beim Dumpinglohnmelder (www.dumpinglohnmelder.de) anzuzeigen. Die beiden Gewerkschaften wollen so noch vor der Bundestagswahl die „Deutschland-Billiglohn-Landkarte“ vervollständigen.

 

Die einzelnen Kreise in der Übersicht
Kreis Anzah Beschäftigter, die für Niederiglöhne arbeiten Steigerung der Kaufkraft in Euro
Lüneburg 18.420 31 Mio
Uelzen 9.310 20, 8 Mio
Heidekreis 15.390 35,1 Mio
Verden 14.880 32,1 Mio
Rotenburg 17.860 45,9 Mio
Harburg 24.060 43,9 Mio
Lüchow-Dannenberg 4.560 10,3 Mio

 

 

 

 

 

 

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